Die Welt im Blick – Die Heimat im Herzen

Freitag, den 4. Oktober 2019 im Kreativen Atelier Regenbogen

Die Welt im Blick
Die Heimat im Herzen

Vernissage der Fotoausstellung
von und mit Andreas Renardy

Wie heißt es so schön: „Die Welt im Blick. Die Heimat im Herzen“. So oder so Ă€hnlich lassen sich vielleicht die Fotografien von Andreas Renardy beschreiben. Niemals auf der Suche, aber mit dem Blick fĂŒr besondere Momente oder Szenerien hat jeder beim Anblick seiner Fotografien eine andere Interpretation, eine andere Empfindung. Es ist ihm wichtig, mit seiner Kamera niemals zu stören oder unnötig Aufmerksamkeit zu generieren, aber dennoch nah am Geschehen dran zu sein. Seine Reise-Perspektiven wurden zwischen 2010 und 2018 aufgenommen. Spanien oder USA, Sansibar oder Sri Lanka, Thailand oder Köln
.die Welt ist voller schöner Bilder.  

Der Hauseter Andreas Renardy ist in der Werbung zu Hause. Als gelernter Marketing-Experte begann er mehr und mehr, sein fotografisches Auge auch ins Operative zu ĂŒbertragen.

Seine große Passion ist die Street-Art Fotografie.

Grenz-Echo-Bericht vom 25. Oktober 2019

Fotografie: Andreas Renardy stellt im Hauseter Atelier Regenbogen aus
Ein Ausdruck tiefer Menschenliebe
Von Klaus Schlupp

21 Bilder von Menschen aus aller Welt in teils ungewöhnlichen Posen und Umgebungen stellt der Hauseter Fotograf Andreas Renardy derzeit im Atelier Regenbogen aus.  

Hauset

Der Eindruck kann tĂ€uschen. Betrachtet man ein Bild von Andreas Renary denkt man, der Fotograf hĂ€tte Al Capone und Frank Costello genommen und die beiden Gangster mit Handy vor eine Wand gestellt. „Nein, das ist reiner Zufall“, sagt Renardy. Die beiden Wallstreet-Banker sind unabhĂ€ngig voneinander aus dem Haus gegangen und haben sich zufĂ€llig hintereinander gestellt und telefonieren. Der mafiöse Eindruck wird durch Sonnenbrillen, AnzĂŒge und die Schwarzweißaufnahme verstĂ€rkt.

Foto: Klaus Schlupp

„Ich habe bewusst Menschen ausgewĂ€hlt“, sagt er. Renardys Bilder regen die Fantasie an. Was mag der Junge auf Sansibar machen, der bei Ebbe auf einem SandauslĂ€ufer vom Wasser umgeben am Strand sitzt? Wartet er auf Beute? Repetiert er Vokabeln oder genießt einfach nur die Stimmung am Wasser? Man weiß es nicht und muss es auch nicht wissen. Der Betrachter soll die Geschichte des Jungen selbst entwickeln. Und dabei ist Renardy kein studierter Fotograf, sondern hat es sich selbst und mit Hilfe von Alice Smeets angeeignet. Von Haus aus stammt er aus der Werbung und ist jetzt in Köln bei einem großen deutschen Telekommunikationsdienstleister beschĂ€ftigt. FrĂŒher hat er in Deutschland gelebt und war viel auf Reisen.

Dort sind zwischen 2011 und 2017 auch die meisten Fotos entstanden. Nach Thailand, Portugal, Kolumbien, Mallorca, Sansibar oder die Vereinigten Staaten hat er sein Auge gerichtet. Inzwischen hat er in seinem alten Heimatort Hauset wieder Wurzeln geschlagen. „Wenn man verheiratet ist und zwei kleine Kinder hat, ist es in Ostbelgien ideal“, sagt er.

„In der Werbung muss ich immer Fotos aussuchen und bewerten, da wollte ich es selbst ausprobieren“, sagt der 39-JĂ€hrige. Als „Werkzeug“ hat er sich mit der Canon 5d einen echten Boliden zugelegt. In der Bearbeitung ist er zurĂŒckhaltend. Sicher, die ein oder andere Stellschraube ist gedreht, um etwas heller, dunkler oder schĂ€rfer zu machen, manipuliert wurde nichts.

Andreas Renardy hat ein Auge fĂŒr den Zufall und seine bildnerische Umsetzung. Irgendwo in Thailand saß eine alte Frau vor dem Fenster, als Renardy mit dem Motorrad vorbeifuhr. Er hatte angehalten, die Frau gefragt und auf den Auslöser gedrĂŒckt. Die Frau im violetten Kleid lĂ€chelt und zeigt einfach die Schönheit des Alters.

Irgendwann hat man ihm dann gesagt: „Stell doch einfach einmal aus.“ Er hat Erfolg dabei. Einige AbzĂŒge sind jetzt in mancher Privatwohnung zu sehen. Und ja, es sind tatsĂ€chlich Bilder mit einer ganz eigenen Sprache, die den Menschen in seiner eigenen Welt zeigen und Ausdruck einer tiefe Menschenliebe sind.

Die Ausstellung ist voraussichtlich noch bis Ende November zu besichtigen: zu den Öffnungszeiten der Bibliothek, wĂ€hrend des Spielnachmittags (montags von 14 bis 17 Uhr) und des Strickkurses (dienstags von 18 bis 20 Uhr) sowie nach Absprache mit Andreas Renardy (Tel.: 0049/17647593046).

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