Grenz-Echo-Artikel vom 20. Juni 2006 |
20-jähriges Bestehen gebührend gefeiert - Auch Ministerin gratulierte Volles Haus im Kreativen Atelier Regenbogen Hauset Auf eine mittlerweile 20-jährige Geschichte kann das Kreative Atelier Regenbogen in Hauset zurückblicken. Grund genug für eine kleine Feierstunde also, bei der am vergangenen Sonntag nicht nur an die Vergangenheit erinnert wurde, sondern auch einiges auf dem Programm stand. |
![]() |
| Schon zur Eröffnung der Feierlichkeiten um 10.30 Uhr fanden zahlreiche Gäste den Weg ins Kreative Atelier Regenbogen. |
|
Als sich Mitte der achtziger Jahre fünf Hauseter Frauen zusammen fanden, um ihren Traum von der Eröffnung eines eigenen Cafés, das »Café Pott«, zu verwirklichen, stellte sich schon bald die Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit als entscheidendes Hindernis heraus. So entschlossen sich die fünf kurzerhand, das Dorfleben auf andere Art zu bereichern und verschiedenste Animationen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu organisieren. Das Kreative Atelier Regenbogen war geboren. »Von Anfang an erhielten wir große Unterstützung aus der örtlichen Vereinswelt«, so Simonne Schoofs, Schriftführerin des Ateliers und seit den Anfängen dabei. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Theater Gaudium habe stets hervorragend funktioniert. Als Veranstaltungsorte mussten damals noch die Gemeindeschule, das Jugendheim und die Mehrzweckhalle herhalten. Erst 1993 erfolgte der Einzug in die heutigen Räumlichkeiten an der Kirchstraße. Damit einher ging ein enormer Anstieg der Besucherzahlen. Zu den aktuellen Programmhighlights des Kreativen Ateliers zählen der jährlich stattfindende Flohmarkt in der Mehrzweckhalle, der Martinsbasar sowie ein monatlicher Konzertabend, bei dem von Rock und Pop über Folk bis hin zu Jazz verschiedenste Musikrichtungen präsentiert werden. Außerdem stehen Aktivitäten wie Ölmalerei, Turnen für Kinder, ein Zeltwochenende für Väter und deren Nachwuchs, Gedächtnistraining oder Walking im Veranstaltungskalender. Abgerundet wird das Angebot durch eine recht umfangreiche Leihbibliothek. Hervorheben möchte Simonne Schoofs die Tatsache, dass sämtliche der zehn Mitarbeiter des Ateliers - im Gegensatz zur Situation in vielen anderen Kreativen Ateliers der Deutschsprachigen Gemeinschaft - ehrenamtlich tätig sind. Dies schaffe eine ganz besondere Atmosphäre, wie sie betont. Auch Gemeinschaftsministerin Isabelle Weykmans, die den Feierlichkeiten beiwohnte, nannte die Ehrenamtlichkeit als Hauptgrund dafür, dass das Hauseter Atelier so gut funktioniere. »Das Atelier bedeutet einen ganz klaren Mehrwert, sowohl für Leute, die ihre Kreativität ausleben wollen, als auch für die Dorfgemeinschaft«, so die Ministerin in einer kurzen Ansprache. Im Anschluss oblag es ihr, die neu angeschaffte Leuchtreklame an der Außenfassade zu enthüllen. Das folgende Festprogramm begann mit typisch französischen Chansons des in Aachen lebenden Franzosen Renaud Marquart, den man wohl getrost als Urgestein des Regenbogenateliers bezeichnen kann. Bereits 1994 spielte er zum ersten Mal in Hauset, zahlreiche weitere Auftritte folgten. Weiterhin sorgten Sketche, Märchenlesestunden sowie weitere Konzerte für Abwechslung. Für die Zukunft wünscht sich das Team des Kreativen Ateliers natürlich vor allem, dass es weiterhin so gut läuft wie bisher. »Außerdem hoffen wir sehr, dass wir in Zukunft auch vermehrt Jugendliche dazu bewegen können, unsere Angebote in Anspruch zu nehmen«, so der einhellige Tenor. |
|
© Grenz-Echo / Netecho 2006 |